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Lebensmittelstrategie des Kantons Freiburg

Die wirtschaftliche Entwicklungsstrategie für den Lebensmittelbereich zielt darauf ab, innovative, nachhaltige und kreislaufwirtschaftliche Projekte zu fördern. 

Viele Vertreter des Sektors sind involviert und beteiligen sich aktiv an der Entwicklung der Lebensmittelstrategie. Diese Strategie wird gemeinsam von der Volkswirtschaftsdirektion (VWD), der Direktion der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft (ILFD) und der Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion (RUBD) des Kantons Freiburg getragen. Das Landwirtschaftliche Institut von Grangeneuve spielt eine aktive Rolle bei der Entwicklung der Lebensmittelstrategie. Die Zusammenarbeit zwischen allen Vertretern ermöglicht es, die verschiedenen Initiativen zu koordinieren, Synergien zu schaffen und Ressourcen zu bündeln.

Die Umsetzung dieser Strategie, die vom Staat Freiburg an den Cluster Food & Nutrition delegiert wurde, erfolgt auf der Grundlage eines Dienstleistungsauftrags, um die bestehenden Strukturen zu nutzen.

 

Entwicklung der drei Flaggschiffprogramme der Lebensmittelstrategie


Der Staatsrat des Kantons Freiburg hat am 12. Januar 2021 drei Flaggschiffprogramme der Lebensmittelstrategie des Kantons Freiburg genehmigt. 

1. Food Living Lab

  • Physische und virtuelle Räume, die dem Experimentieren im Agrar- und Ernährungssektor gewidmet sind. Zusammenarbeit zwischen Forschern, Erzeugern und Verbrauchern. 
    Der Hauptstandort soll in der blueFACTORY errichtet werden.
  • Entwicklung und Herstellung von lokalen Snacks in Form von Nüssen und Samen.
  • Sensibilisierung der Öffentlichkeit für das Problem der Lebensmittelabfälle und Einführung neuer Biokonversionstechniken vor Ort.

2. Wertschätzung der Biomasse

  • Gewinnung von funktionellen Proteinen aus Biomasse und ihre Wiederverwendung in der Nahrungskette.
  • Pressen und Trocknen des Trebers aus dem Bierbrauprozess. Das so gewonnene Futter kann in den landwirtschaftlichen Betrieben des Kantons als Futtermittel verwendet werden.
  • Investition in eine Technologiehalle, die Unternehmen bei der Einrichtung und Optimierung ihrer Produktionslinie unterstützen kann.

3. Landwirtschaft & Industrie 4.0

  • Einrichtung einer virtuellen Vernetzungsplattform zwischen Forschern und Landwirten.
  • Einrichtung einer virtuellen Plattform, die den Landwirten die Anmietung von landwirtschaftlichen Geräten erleichtert.
  • Festlegung von Indikatoren für eine bessere Abschätzung der Kohlendioxidemissionen an jedem Knotenpunkt der Produktionskette.
  • Einführung eines Systems zur Optimierung der Stickstoffdüngung. Auf der Grundlage meteorologischer Faktoren würde es die Ausbringung einer optimalen Düngermenge an strategischen Stellen ermöglichen.

Die vielversprechendsten Projekte werden mit staatlichen Mitteln gefördert. Die ausgewählten Projekte werden auf der für Dezember 2021 anberaumten Sitzung des CoPil-Lenkungsausschusses bekannt gegeben. Der Cluster Food & Nutrition wird dann für die Unterstützung der ausgewählten konkreten Projekte zuständig sein. 

Optimales Innovationspotenzial

Innovative Projekte bieten konkrete Lösungen für aktuelle Herausforderungen im Agrar- und Ernährungssektor. 


Damit die Ideen von allen Beteiligten bestmöglich eingebracht werden konnten, wurde vom Cluster Food & Nutrition mit Unterstützung des Staates Freiburg ein partizipativer Co-Creation-Prozess organisiert. 


Partizipative Co-Creation-Workshops im Design Thinking-Modus ermöglichen es den verschiedenen Akteuren des Agrar- und Ernährungssektors, ihre Kompetenzen auszutauschen und neue berufliche Möglichkeiten zum Nutzen des Kantons zu schaffen.


Der Kanton Freiburg ist für Innovationsprojekte besonders förderlich. In unmittelbarer Nähe der Hauptstadt sind viele wichtige Akteure der Agrar- und Ernährungswirtschaft angesiedelt. Der Kanton Freiburg arbeitet auch effizient mit Innovationsstandorten ausserhalb des Kantons zusammen. 

Projekte und Leistungen

SmartFarming

Optimierung der landwirtschaftlichen Produktionsprozesse mit Hilfe digitaler Daten von Sensoren und Video.

Weitere Infos  →

Kera




Aufwertung von aus Hühnerfedern gewonnenem Keratin zu neuen Polymeren auf Biobasis.

Weitere Infos  →

 

Medien

Artikel in der Presse

Januar 2022
Freiburg startet drei Programme für die Agrar- und Ernährungswirtschaft.

Der Kanton Freiburg lanciert seine drei Flaggschiffprogramme im Agrar- und Ernährungssektor. Die kantonale Strategie in diesem Bereich will sich den gesellschaftlichen, gesundheitlichen und ökologischen Herausforderungen stellen.© Alain Wicht-prétexte

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Oktober 2021
BIOECONOMY: A WORLD OF OPPORTUNITIES!

Die Bioökonomie ist ein zentrales Thema der neuen Freiburger Wirtschaftsentwicklungsstrategie, die von den kantonalen Behörden in Zusammenarbeit mit dem Privatsektor und der Wissenschaft erarbeitet wurde.

Link zum Artikel auf Englisch

Juin 2021
Les agritech en Suisse La panacée pour concilier productivité et protection du climat ?

CleantechAlps est le cluster cleantech de Suisse occidentale visant à favoriser l’innovation collaborative et à fédérer les acteurs qui contribuent à une utilisation durable des ressources naturelles et au développement des énergies renouvelables.

Link zum Artikel auf Franzözisch

Juni 2021
Freiburger Lebensmittelstrategie: Grangeneuve engagiert sich

Der Staatsrat von Freiburg hat im Januar 2021 die Lebensmittelstrategie genehmigt und Grangeneuve darf bei den drei Flaggschiffprogrammen mitwirken. Grangeneuve, das Landwirtschaftliche Institut des Kantons Freiburg, unterrichtet in den Berufen der Land- und Forstwirtschaft, des Gartenbaus, der Milchwirtschaft und der Lebensmitteltechnologie.

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Mai 2021
Freiburg / Agrar- und Ernährungswirtschaft Ziel: eine führende Position einnehmen

Die Behörden setzen auf den Agrar- und Ernährungssektor, einen der Pfeiler der regionalen Wirtschaft, um den Kanton im Bereich Ernährung und Biomasse zu positionieren. Aber glauben sie wirklich an diese Politik?

Ausgehend von den ländlichen Wurzeln des Kantons ist die Nahrungsmittelindustrie ein Pfeiler der Freiburger Wirtschaft. In Courtepin ist die Micarna der Schweizer Marktführer für Fleischprodukte. In Estavayer-le-Lac stellt Elsa Molkereiprodukte her und verpackt sie.

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